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Apel „Na straży Pamięci” w 86. rocznicę agresji Związku Sowieckiego na Polskę

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Appellplatz vor dem Katyn-Museum.

Am 16. September 2024, am Vorabend des 86. Jahrestages des sowjetischen Angriffs auf Polen, wurde im Katyn-Museum in Warschau, einer Abteilung des Polnischen Armeemuseums, in der Warschauer Zitadelle der Opfer der Aggression des östlichen Nachbarn gedacht. Am Appell „Als Hüter der Erinnerung“ nahmen Veteranen und Kriegsteilnehmer, Soldaten sowie rund 700 Schülerinnen und Schüler von uniformierten Klassen und Mitglieder von Organisationen zur Förderung der Verteidigungsbereitschaft teil. An den Gedenkfeierlichkeiten nahmen unter anderem der Unterstaatssekretär im Ministerium für Nationale Verteidigung Stanisław Wziątek und der Leiter des Amtes für Kriegsteilnehmer und Opfer von Repressionen, Lech Parell, teil. Das Polnische Armeemuseum wurde durch seinen Direktor, Prof. Bogusław Pacek, und das Katyn-Museum durch seinen Leiter Sebastian Karwat vertreten.
Die Gedenkfeier bot Anlass, all jener zu gedenken, die bei der Verteidigung ihres Vaterlandes ums Leben kamen, sowie aller Opfer sowjetischer Repressionen: Soldaten und Zivilisten ebenso wie Menschen, die nach Sibirien und in die sowjetischen Straf- und Arbeitslager deportiert wurden und nicht selten den höchsten Preis für ihre Verbundenheit mit Polen zahlten. Die Gedenkfeier war Ausdruck der Erinnerung und Dankbarkeit, aber auch der Verpflichtung, die historische Wahrheit für künftige Generationen zu bewahren.
Die Worte des stellvertretenden Ministers für Nationale Verteidigung Stanisław Wziątek an die Teilnehmer des Appells „Als Hüter der Erinnerung“ erhielten besondere Bedeutung, da die Polnischen Streitkräfte und die Angehörigen der uniformierten Dienste zu diesem Zeitpunkt bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe in Niederschlesien und der Woiwodschaft Oppeln im Einsatz waren und der Zivilbevölkerung Hilfe leisteten.

 
Wir sollten alles dafür tun, dass wir, indem wir uns an jene Ereignisse erinnern, den Frieden aufbauen. Wir sollten alles dafür tun, dass wir – Polen, Soldaten und junge Menschen – diesen Geist des Patriotismus in uns tragen. Dass unser Handeln zeigt, dass es Werte gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Dass wir alle – und insbesondere ihr, an euch wende ich mich, liebe junge Menschen und Kadetten – ein Bewusstsein für Patriotismus und für die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zum Schutz des Vaterlandes haben, aber auch dafür, all jenen zu helfen, die diese Hilfe benötigen.
– der stellvertretende Minister für Nationale Verteidigung Stanisław Wziątek

 

Lech Parell, Leiter des Amtes für Kriegsteilnehmer und Opfer von Repressionen (UdsKiOR), begann seine Ansprache mit der deutlichen Feststellung, dass das Ziel beider totalitärer Systeme darin bestand, unser Land so schnell wie möglich zu besetzen, sein Territorium aufzuteilen und die polnische Staatlichkeit zu beseitigen. Angesichts dieser Ereignisse bewiesen viele Polen großen Heldenmut […]. Heute ist es unsere Pflicht, an ihr Opfer zu erinnern. Dies ist nicht nur Geschichte. Es ist eine Lehre, die uns zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns unserer Vergangenheit und unserer Verantwortung für die Zukunft bewusst sind. In seiner weiteren Ansprache dankte er auch allen, die den von der Hochwassergefahr bedrohten Bewohnerinnen und Bewohnern Hilfe geleistet haben und weiterhin Hilfe leisten.
Auch der Direktor des Polnischen Armeemuseums, Prof. Bogusław Pacek, wandte sich an die versammelten jungen Menschen: Ihr sollt diejenigen sein, die die Fackel der Erinnerung in die Zukunft tragen!
Anschließend sprach im Namen der anwesenden Jugendlichen Nadia Frąckowiak, Schülerin einer uniformierten Klasse des I. Allgemeinbildenden PUL-Lyzeums „101. Jagdstaffel“ in Wołomin. Sie erinnerte daran, dass die Erinnerung an den 17. September unsere Pflicht ist und uns daran erinnert, wie wertvoll Freiheit und Unabhängigkeit sind. Sie fügte hinzu, dass das für die junge Generation 85 Jahre zurückliegende Ereignis eine Verpflichtung darstelle, nicht nur an die Helden jener Tage zu erinnern, sondern auch die Tradition ihres Dienstes fortzuführen und Kraft aus ihrem Opfer für das Vaterland zu schöpfen.
Während des Appells überreichte der stellvertretende Minister Wziątek Auszeichnungen, die vom Minister für Nationale Verteidigung Władysław Kosiniak-Kamysz an Personen verliehen worden waren, die sich für die Bewahrung der Erinnerung an die polnische Geschichte einsetzen. Der Leiter des UdsKiOR zeichnete seinerseits mit den Medaillen „Pro Patria“ Personen aus, die das Gedenken an die Geschichte Polens pflegen. Zu den Ausgezeichneten gehörten verdiente und langjährige Mitarbeiter des Polnischen Armeemuseums, darunter Aleksandra Bukowska und Roman Matuszewski. Die Medaille „Pro Patria“ erhielt außerdem Magdalena Rochnowska, stellvertretende Direktorin des Polnischen Armeemuseums.
Zum Abschluss der Gedenkfeier legten Vertreter der staatlichen Behörden und der Museen Kränze am Katyn-Epitaph nieder.

 


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