Ausstellung „Das Gedächtnis Polens. Nationale Liste des UNESCO-Programms Memory of the World – 5. Ausgabe“

Die Ausstellung in Form eines großformatigen dreidimensionalen „Stadtmöbels“ ist vom 25. Juni bis zum 15. Juli 2024 vor der Kordegarda – Galerie des Nationalen Kulturzentrums an der Krakowskie Przedmieście in Warschau zu sehen. Sie steht den Einwohnerinnen und Einwohnern Warschaus sowie Touristinnen und Touristen rund um die Uhr offen und ist auch in einer stimmungsvollen nächtlichen Lichtinszenierung zugänglich. Zu den für das polnische Kulturerbe besonders wertvollen Archivalien zählen unter anderem Dokumente aus den Massengräbern von Katyn, Charkiw und Mednoje, die sich in den Sammlungen des Katyn-Museums befinden.
Bei der Eröffnung der Ausstellung sprach die Ministerin für Kultur und Nationales Erbe, Hanna Wróblewska, allen Institutionen ihre Anerkennung aus, die diese unschätzbaren Kulturschätze bewahren – den staatlichen Archiven, Bibliotheken, Museen und Stiftungen sowie vor allem den Menschen, die dort tätig sind. An die Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen gerichtet, deren Sammlungen in die 5. Ausgabe der Nationalen Liste des UNESCO-Programms Memory of the World aufgenommen wurden, betonte die Ministerin: Dank Ihrer harten Arbeit, Ihres Engagements und Ihrer Hingabe können wir heute diesen bedeutenden Moment feiern. Ihre Arbeit zum Schutz und zur Konservierung dieser Objekte ist von unschätzbarem Wert. Dank Ihnen sind diese wertvollen historischen Quellen nicht nur sicher bewahrt, sondern stehen auch künftigen Generationen zur Verfügung.
Der Vorsitzende des Polnischen Komitees des UNESCO-Programms Memory of the World und Generaldirektor der Staatlichen Archive, Dr. Paweł Pietrzyk, betonte, dass die diesjährige Ausgabe der Nationalen Liste aufgrund eines doppelten Jubiläums einen besonderen Charakter habe: Sie markiere sowohl die fünfte Ausgabe der Liste als auch den zehnten Jahrestag ihrer Einführung. Er erinnerte daran, dass die Liste einschließlich der diesjährigen Neueintragungen insgesamt fünfundsiebzig Objekte umfasst. Zugleich würdigte er das Engagement der im Komitee tätigen Expertinnen und Experten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Fachleute aus Kultur- und Gedächtnisinstitutionen, die Anträge auf Aufnahme in die Liste einreichen. Er verwies auf die ebenso einfachen wie bedeutungsvollen Ziele des Programms: das dokumentarische Erbe zu bewahren, zu schützen, zugänglich zu machen und vor allem das Bewusstsein für seinen Wert zu stärken. Gleichzeitig machte er darauf aufmerksam, wie fragil dieses dokumentarische Erbe ist und wie leicht es unwiederbringlich zerstört werden kann.
Bei der Vernissage sprachen außerdem Robert Piaskowski, Direktor des Nationalen Kulturzentrums, Prof. Alicja Jagielska-Burduk, Generalsekretärin des Polnischen UNESCO-Komitees, sowie die Kuratorin der Ausstellung, Dr. habil. Anna Krochmal.
Die Veranstaltungen werden von den Staatlichen Archiven in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur und Nationales Erbe, dem Nationalen Kulturzentrum sowie der Kordegarda – Galerie des Nationalen Kulturzentrums organisiert.
In den folgenden Wochen wird die Sonderausstellung in weiteren Städten präsentiert: in Zamość (Rynek Solny, 16. Juli – 25. August 2024), Krakau (Plac Szczepański, 28. August – 14. September 2024), Katowice (Plac Obrońców Katowic, 17. September – 14. Oktober 2024), Posen (Plac Adama Mickiewicza, 17. Oktober – 8. November 2024), Kalisz (Rynek Główny, 11. November – 5. Dezember 2024) sowie Lublin (Plac Litewski, 7. Dezember 2024 – 16. Januar 2025).
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.





