Auszeichnung für den Film „Das Porträt des Vaters“ bei der 10. Verleihung des BohaterON-Preises im Namen der Warschauer Aufständischen

Im Rahmen der Jubiläumsgala zur 10. Verleihung des BohaterON-Preises im Namen der Warschauer Aufständischen am 12. November 2025 erhielt die Stiftung Mecenat Kultury eine Auszeichnung als Finalistin in der Kategorie „Non-Profit-Organisation“. Der BohaterON-Preis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen in Polen und wird an Personen und Institutionen verliehen, die sich in besonderer Weise für die Pflege des historischen Gedächtnisses, das zeitgemäße Verständnis von Patriotismus sowie die Vermittlung der Werte der Warschauer Aufständischen einsetzen.
Die Jury würdigte den Dokumentarfilm „Das Porträt des Vaters“, eine bewegende Erzählung über die Schicksale der sogenannten „Kinder der Opfer des Massakers von Katyn“. Der Film gibt ihnen eine Stimme und lässt sie von den Folgen dieses grausamen Verbrechens berichten. Die Dokumentation vereint persönliche Erinnerungen sowie Reflexionen über das Leben und die Werte der Protagonistinnen und Protagonisten – der Kinder der Opfer des Massakers von Katyn. Es ist eine Geschichte des Verlustes: des Verlustes des Vaters, der Familie, des Zuhauses und einer unbeschwerten Kindheit. Zugleich erzählt der Film von Werten, innerer Stärke und dem Willen zu überleben; von Menschen, die in den schwierigsten Momenten ihres Lebens die Kraft fanden weiterzugehen und heute Zeugnis darüber ablegen können, was im Leben wirklich zählt. Die historischen Ereignisse bilden dabei den Hintergrund, während Emotionen, persönliche Erfahrungen und Gedanken in den Vordergrund treten. So entsteht eine Reise in die Vergangenheit, deren universelle Botschaft zahlreiche Bezüge zur Gegenwart eröffnet – zu einer Geschichte, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. Die Arbeit an dem Filmprojekt erstreckte sich über mehrere Jahre. Die Filmschaffenden führten Gespräche mit mehr als einhundert Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und dokumentierten ihre Erinnerungen. Der Film ist zugleich eine Würdigung der letzten noch lebenden Zeugen jener Ereignisse.
In ihrer Begründung hob die Jury den Mut der Filmschaffenden hervor, sich schwierigen Themen zu widmen, ihre außergewöhnliche Sensibilität gegenüber Geschichte und Menschlichkeit sowie das tief bewegende Zeugnis über die Kraft von Liebe und Erinnerung. Zugleich betonte sie, dass der Film mit größtem Respekt sowohl gegenüber seinen Protagonistinnen und Protagonisten als auch gegenüber dem Publikum realisiert wurde. Die von der Stiftung Mecenat Kultury produzierte Dokumentation wurde als ein zutiefst humanistisches Werk beschrieben, das sich auf Emotionen und universelle Werte wie Familie, Vergebung und die Verantwortung konzentriert, Geschichte an kommende Generationen weiterzugeben.
Der Film entstand unter der Schirmherrschaft des Katyn-Museums. Seine Fernsehpremiere fand am 10. April 2025 im ersten Programm des Polnischen Fernsehens (TVP1) statt – am 85. Jahrestag des Massakers von Katyn.
Während der feierlichen Preisverleihung im Witold-Lutosławski-Konzertstudio des Polnischen Rundfunks nahm Magdalena Sasal, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung Mecenat Kultury, die Auszeichnung im Namen der Stiftung entgegen. Sie ist zugleich Mitautorin des Films „Das Porträt des Vaters“ und langjährige Mitarbeiterin des Katyn-Museums.





