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Besuch des Präsidenten der Republik Polen und des Diplomatischen Korps im Katyn-Museum

Gedenkfeier zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn auf dem Appellplatz des Katyn-Museums unter Teilnahme des Präsidenten der Republik Polen und des Diplomatischen Korps

Am 13. April 2026, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn, besuchten der Präsident der Republik Polen, Karol Nawrocki, sowie das in Polen akkreditierte Diplomatische Korps das Katyn-Museum in Warschau. Die Veranstaltung hatte sowohl staatlichen als auch internationalen Charakter und vereinte Vertreter staatlicher Institutionen, des Diplomatischen Korps sowie der Streitkräfte der Republik Polen.
Der Präsident wurde vom Direktor des Polnischen Armeemuseums, Prof. Dr. habil. Bogusław Pacek, und vom Museumsleiter, Sebastian Karwat, begrüßt.
In seiner Ansprache hob der Präsident die besondere Bedeutung des Massakers von Katyn hervor – als Symbol sowohl des vom sowjetischen Regime verübten Massenmordes an rund 22.000 polnischen Staatsbürgern als auch der jahrzehntelangen Vertuschung und Geschichtsfälschung, die die politische Wirklichkeit im Nachkriegspolen und in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas nachhaltig geprägt habe. Er betonte, dass es sich um ein gezielt geplantes Verbrechen gehandelt habe, das sich gegen die polnischen Eliten richtete: Offiziere, Intellektuelle sowie Angehörige verschiedener Berufs- und Gesellschaftsgruppen, die das Fundament des künftigen polnischen Staates bildeten.
Die Erinnerung an Katyn habe nicht nur eine historische, sondern auch eine aktuelle Dimension. Sie sei Mahnung und zugleich ein wichtiger Bestandteil der historischen Bildung und des Geschichtsbewusstseins künftiger Generationen. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass die Nachkriegsordnung, die Teilen Europas Entwicklung und Stabilität ermöglichte, für die Staaten Mittel- und Osteuropas, darunter Polen, mit jahrzehntelanger Unfreiheit verbunden war. Das kommunistische System stützte sich dabei unter anderem auf die Verbreitung der Unwahrheit über das Verbrechen von Katyn. Präsident Karol Nawrocki bezog sich zudem auf ein bekanntes Gedicht von Zbigniew Herbert und erklärte, die „mächtige Stimme der verstummten Chöre“ sei durch die Knöpfe hörbar geworden, die an den Orten zurückblieben, an denen die Opfer des Massakers von Katyn verborgen verscharrt worden waren.
Nach dem Appell der Erinnerung legten Präsident Karol Nawrocki und der Apostolische Nuntius Erzbischof Antonio G. Filipazzi als Dekan des Diplomatischen Korps Kränze am Katyn-Epitaph nieder.
Die zahlreiche Teilnahme von Vertretern der internationalen Gemeinschaft unterstrich, dass die Erinnerung an die Opfer des Massakers von Katyn eine universelle Bedeutung besitzt und einen wichtigen Bestandteil des europäischen und weltweiten historischen Erbes darstellt.
Die in Polen akkreditierten Botschafterinnen und Botschafter besichtigten anschließend das Katyn-Museum und machten sich mit der Geschichte des sowjetischen Verbrechens von 1940 vertraut.

 


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