Delegation des Katyn-Museums bei den „Katyn-Tagen“ in Orzysz

Am 25. Mai 2023 fanden in Orzysz regionale Gedenkveranstaltungen anlässlich des Jahrestages des Verbrechens von Katyn statt. Organisiert wurden sie von der Stadt Orzysz und dem dort stationierten Panzerbataillon der Krechowce-Ulanen. Unterstützung bei der Durchführung leisteten unter anderem das Museum für Militärgeschichte und die Region Orzysz, die Außenstelle Olsztyn des Instituts für Nationales Gedenken (IPN), das Katyn-Museum, die Katyn-Familie Olsztyn sowie der Verein Parafiada „Heiliger Josef von Calasan“.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden Gedenkeichen für Soldaten des 1. Krechowce-Ulanen-Regiments gepflanzt, dessen Traditionen heute vom Panzerbataillon der Krechowce-Ulanen der 15. Mechanisierten Brigade aus Giżycko fortgeführt werden. Mit den Eichen wurden sowohl die Opfer des Verbrechens von Katyn als auch die im Kampf gegen die Bolschewiki gefallenen Soldaten geehrt.
Nach der Heiligen Messe in der Garnisonskirche begaben sich die Teilnehmer in Begleitung einer militärischen Ehrenformation der 15. Mechanisierten Brigade aus Giżycko auf das Gelände der Militäreinheit, wo die feierliche Pflanzung der Gedenkeichen stattfand. Anschließend wurden weitere Eichen in der Straße der Opfer von Katyn und Sibirien gepflanzt. Einer Straße der Stadt war dieser Name erst kurz vor den Feierlichkeiten verliehen worden.
Danach wurde in der Halle des Rathauses von Orzysz die IPN-Ausstellung „Das Verbrechen von Katyn 1940. Die Vernichtung der polnischen Eliten“ präsentiert. Die Einführung hielt Dr. Krzysztof Kierski vom Büro für Historische Forschung der IPN-Außenstelle in Olsztyn. Im Anschluss fand im Rathaus eine wissenschaftliche Konferenz statt.
Das Katyn-Museum wurde durch seinen Leiter Sławomir Frątczak sowie Dr. Tomasz Szczepański vertreten, der während der Konferenz den Vortrag „Für Wahrheit und Erinnerung – Der Kampf um die Wahrheit über das Verbrechen von Katyn 1943–1990“ hielt.





