Der Leiter des Katyn-Museums ehrte die Warschauer Aufständischen

Zum 82. Jahrestag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands entzündete Sebastian Karwat, der Leiter des Katyn-Museums, wie bereits in den vergangenen Jahren Kerzen an der Gedenktafel für die Soldaten der Heimatarmee, die für die Warschauer Zitadelle kämpften. Diese Geste war ein Ausdruck der Erinnerung und der Würdigung der Teilnehmer des Warschauer Aufstands sowie aller Angehörigen der polnischen Unabhängigkeitsuntergrundbewegung, die angesichts der deutschen Besatzung den Kampf für die Freiheit der Hauptstadt und die Unabhängigkeit der Republik Polen aufnahmen.
Die Gedenktafel befindet sich an der Außenseite der Mauer der Allee der Abwesenden, die zum Katyn-Epitaph führt. Sie erinnert an den heldenhaften Versuch, am 1. August 1944 einen deutschen Stützpunkt einzunehmen. An diesem Tag wurde die von den Deutschen besetzte Warschauer Zitadelle von Soldaten der Heimatarmee aus der Żoliborz-Gruppe „Żaglowiec“ unter dem Kommando von Leutnant Stefan Szuba, Deckname „Leszcz“, von der Krajewski-Straße aus mehrfach angegriffen. Trotz ihres großen Einsatzwillens verfügten die Aufständischen nur über eine sehr begrenzte Bewaffnung. Die aus mehreren Dutzend Soldaten bestehende Einheit besaß lediglich einige Gewehre, Handfeuerwaffen, Granaten sowie eine PIAT-Panzerabwehrwaffe. Das starke Feuer von den Wällen der Zitadelle verhinderte einen Durchbruch der deutschen Verteidigung. Bei den Kämpfen wurden mehrere Aufständische verwundet, und der Angriff musste abgebrochen werden. Die Einheit erlitt erhebliche Verluste und verlor während des Angriffs etwa 30 Prozent ihres Personalbestands.
Foto: Robert Kotecki





