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Dr. Tomasz Szczepański nimmt an der landesweiten wissenschaftlichen Konferenz „Wojenne i powojenne losy funkcjonariuszy Policji Państwowej i Policji Województwa Śląskiego”

Dr. Tomasz Szczepański während seines Vortrags

Am 28. April 2026 fand in der Abteilung für Historische Bildung des Büros des Generalhauptkommandanten der Polnischen Polizei in Warschau eine landesweite wissenschaftliche Konferenz unter dem Titel „Wojenne i powojenne losy funkcjonariuszy Policji Państwowej i Policji Województwa Śląskiego“ (auf Deutsch: Kriegs- und Nachkriegsschicksale von Angehörigen der Staatspolizei und der Polizei der Woiwodschaft Schlesien) statt. Die Veranstaltung wurde von der Abteilung für Historische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialwissenschaften der Fakultät für Sicherheits- und Rechtswissenschaften der Polizeiakademie in Szczytno organisiert.
An der Konferenz nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Gedenkinstitutionen, Polizeiorganisationen sowie Studierende polizeilicher Ausbildungseinrichtungen teil. Im Verlauf der Tagung wurden zehn Fachvorträge präsentiert, die sich mit den Kriegs- und Nachkriegserfahrungen von Angehörigen der Polnischen Staatspolizei (Policja Państwowa) und der Polizei der Woiwodschaft Schlesien befassten. Thematisiert wurden unter anderem der Polenfeldzug von 1939, Internierung, der Dienst in den Polnischen Streitkräften im Westen, Aktivitäten im Untergrundwiderstand sowie die Verfolgung in der Nachkriegszeit.
Zu den Referenten gehörten Professor Maciej Franz von der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, der über die Tätigkeit der Staatspolizei in Wilna während der ersten Septemberwochen 1939 sprach, Krzysztof Drozdowski von der Universität Siedlce, der Forschungsergebnisse zu 1939 in Ungarn und Rumänien internierten Polizeibeamten vorstellte, sowie Grażyna Szkonter, Vorsitzende des Verbands „Polizeifamilie 1939“ der Woiwodschaft Heiligkreuz, die über ehemalige Polizeibeamte sprach, die während des Zweiten Weltkriegs in den Polnischen Streitkräften im Westen dienten.
Weitere Vorträge hielten Professor Adam Ostanek von der Polizeiakademie in Szczytno, Professor Piotr Kardela, der die Nachkriegsschicksale schlesischer Polizeibeamter untersuchte, die während des Krieges in den Polnischen Streitkräften und der Heimatarmee (Armia Krajowa) gedient hatten, Marek Gajewski vom Institut für Nationales Gedenken in Białystok, der Mitglieder des Staatssicherheitskorps im Raum Białystok in den Jahren 1939 bis 1956 behandelte, sowie Polizeidirektor Dr. Piotr Uwijała, Polizeipräsident von Ruda Śląska, dessen Vortrag den Lebenswegen ehemaliger Polizeibeamter nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gewidmet war.
Zu den Referenten der Konferenz gehörte auch Dr. Tomasz Szczepański vom Katyn-Museum. Sein Vortrag widmete sich dem Schicksal der Angehörigen der Polnischen Staatspolizei, die 1940 in der Sowjetunion ermordet wurden. Er beleuchtete die tragische Geschichte dieser Beamten, die eine der größten Berufsgruppen unter den Opfern des Massakers von Katyn bildeten, und erinnerte sowohl an ihren Dienst für den polnischen Staat als auch an ihr Schicksal im Frühjahr 1940.
Während der Diskussionsrunden wurde zudem der aktuelle Stand der Archivforschung zu den Angehörigen der Zweiten Polnischen Republik erörtert. Besonderes Augenmerk galt den Beständen in Archiven der postsowjetischen Staaten sowie den Herausforderungen beim Zugang zu diesen Sammlungen. Ein weiterer wichtiger Themenkomplex war die Bedeutung der Vermittlung der Geschichte polnischer Polizeiformationen für die Förderung bürgerschaftlicher Werte und die Stärkung des Berufsethos der heutigen Polizei.
Das Katyn-Museum wurde auf der Konferenz durch seinen Museumleiter Sebastian Karwat und Dr. Tomasz Szczepański vertreten.
Die Konferenz diente nicht nur als Forum zur Präsentation neuer Forschungsergebnisse, sondern stellte auch eine bedeutende Geschichtsstunde für die jüngere Generation von Polizeibeamten dar. Besonders zahlreich vertreten waren Studierende des Polizeiausbildungszentrums in Legionowo. Die Veranstaltung bestätigte erneut, dass die Erinnerung an den Dienst und das Schicksal der Polizeibeamten der Zweiten Polnischen Republik ein wichtiger Bestandteil der Identität der heutigen Polnischen Polizei bleibt.


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