Eröffnung der Ausstellung „Lekarze Szpitala Ujazdowskiego w mogiłach katyńskich“

Am 14. Juli 2026 fand im Ballsaal des Przebendowski-/Radziwiłł-Palais, dem Hauptsitz des Unabhängigkeitsmuseums in Warschau, die feierliche Eröffnung der Sonderausstellung „Lekarze Szpitala Ujazdowskiego w mogiłach katyńskich“ (auf Deutsch: Ärzte des Ujazdowski-Krankenhauses in den Massengräbern von Katyn) statt. Die Ausstellung wurde von der Abteilung für Alte Medizinische Bücher der Stanisław-Konopka-Hauptbibliothek für Medizin in Warschau in Zusammenarbeit mit dem Katyn-Museum und dem Unabhängigkeitsmuseum vorbereitet. Kurator der Ausstellung ist Dr. Jacek Konik. Die Zusammenarbeit seitens des Katyn-Museums koordinierte die Kuratorin Karolina Wesołowska, die sich seit vielen Jahren mit dem Schicksal des medizinischen Personals – insbesondere der Ärzte und Apotheker – befasst, die Opfer des Massakers von Katyn wurden. Das Katyn-Museum wurde bei der Ausstellungseröffnung durch seinen Leiter Sebastian Karawat vertreten.
Die Ausstellung ist herausragenden polnischen Ärzten gewidmet, die als Offiziere der Polnischen Armee, Reserveoffiziere oder Freiwillige mit dem Ujazdowski-Krankenhaus (dem späteren Lehrkrankenhaus des Sanitätsausbildungszentrums) verbunden waren und im Frühjahr 1940 vom sowjetischen NKWD ermordet wurden. Die Ausstellung zeigt sie nicht nur als Opfer des sowjetischen Terrors, sondern vor allem als Wissenschaftler, Ärzte, Wegbereiter der Medizin, Hochschullehrer, engagierte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Patrioten, die durch ihre berufliche Tätigkeit und ihren Dienst am Vaterland zum Aufbau des unabhängigen polnischen Staates beitrugen.
Zu den Exponaten gehören Archivmaterialien aus den Sammlungen der Hauptbibliothek für Medizin und des Katyn-Museums, die Einblicke in ihr Leben, ihre beruflichen Leistungen und ihren Dienst für das Vaterland geben. Im April und Mai 1940 ermordete das NKWD etwa 600 polnische Ärzte, die als Berufs- oder Reserveoffiziere des Sanitätskorps der Polnischen Armee sowie als Freiwillige dienten. Nach unvollständigen Angaben befanden sich mindestens 306 Ärzte im Lager Koselsk, mindestens 288 im Lager Starobilsk und etwa zehn im Lager Ostaschkow.
Wie die Kuratoren der Ausstellung erläutern: „Indem wir den Helden unsere Ehre erweisen, möchten wir an sie als Menschen erinnern und nicht als sterbliche Überreste, die aus den Gruben des Todes geborgen wurden […] Wir erinnern an sie als lebendige Persönlichkeiten, die ein souveränes und stolzes Polen verkörperten.“
Die Ausstellung ist bis zum 30. September 2026 im Przebendowski-/Radziwiłł-Palais (Aleja Solidarności 62, Warschau) zu besichtigen.





