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Eröffnung der Ausstellung über die Familie Korompay im Polnischen Institut in Budapest

Eröffnung der Ausstellung über die Familie Korompay im Polnischen Institut in Budapest. Dr. Bartłomiej Bydoń ist der Erste von rechts. Weiter links: Magdalena Kret, Artur Kret, Andrzej Kotecki und Joanna Urbańska, Direktorin des Polnischen Instituts in Budapest

Am 20. April 2023 wurde im Polnischen Institut in Budapest die Ausstellung „Die Familie Korompay. Das tragische Schicksal von Hauptmann Emanuel Aladár Korompay und seiner Familie aus der Sicht seiner Tochter Ilona (A Korompay Család – Korompay Emanuel Aladár százados és családjának tragikus sorsa Ilona lánya szemével)“ eröffnet.
Veranstalter der Ausstellung war das Polnische Institut in Budapest, Mitveranstalter das Polnische Kultur- und Bildungszentrum. Partner des Projekts waren das Katyn-Museum, das Mausoleum des Kampfes und Martyriums, die Botschaft der Republik Polen in Budapest sowie die Ungarische Botschaft in Warschau.
Die Ausstellung widmet sich dem Schicksal einer außergewöhnlichen polnisch-ungarischen Familie, deren Geschichte zu einem Symbol der Verbundenheit beider Nationen und zugleich zu einem Zeugnis der Tragödien des 20. Jahrhunderts geworden ist. Im Mittelpunkt steht Hauptmann Emanuel Aladár Korompay (1890–1940) – Ungar von Geburt, polnischer Patriot aus Überzeugung, Lektor für Ungarisch an der Universität Warschau sowie Verfasser der ersten polnisch-ungarischen Wörterbücher und Lehrbücher für die ungarische Sprache. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs meldete er sich freiwillig zum Militärdienst, geriet in sowjetische Gefangenschaft und wurde im Frühjahr 1940 vom NKWD ermordet. Als eines der Opfer des Massakers von Katyn ruht er heute auf dem Polnischen Soldatenfriedhof in Charkiw.
Das tragische Schicksal traf auch die übrigen Familienmitglieder. Marta Korompay kam während der Verteidigung Warschaus im September 1939 ums Leben. Elżbieta Korompay, Pfadfinderin und Soldatin der Heimatarmee (Armia Krajowa), wurde von der Gestapo verhaftet, schwer misshandelt und starb im Januar 1943, ohne ihre Mitstreiter zu verraten. Die Mutter der Familie, Mieczysława Korompay, wurde im Pawiak-Gefängnis inhaftiert und im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Die einzige Überlebende des Krieges war die älteste Tochter Ilona Korompay, deren Erinnerungen die Grundlage der Ausstellung bilden. Auf Grundlage ihrer Berichte zeichnet die Ausstellung den Weg der Familie durch einige der wichtigsten Erinnerungsorte des 20. Jahrhunderts nach: Katyn, Charkiw, das besetzte Warschau, die Aleja Szucha, das Pawiak-Gefängnis und Auschwitz. Sie erzählt eine bewegende Geschichte von Treue zu den eigenen Werten, Dienst am Mitmenschen, Mut und Standhaftigkeit angesichts totalitärer Gewalt.
Die Geschichte der Familie Korompay ist zugleich ein außergewöhnliches Zeugnis der polnisch-ungarischen Solidarität und eine Erinnerung daran, dass sich hinter der Geschichte des Massakers von Katyn konkrete menschliche Schicksale, Familien und Tragödien verbergen, die sich dauerhaft in das kollektive Gedächtnis beider Nationen eingeschrieben haben.
An der Ausstellungseröffnung nahmen zahlreiche Mitglieder der Familie Korompay, ungarische Gäste, die sich für die Geschichte der Familie und die Ausstellung interessierten, sowie Vertreter polnischer Institutionen teil. Das Katyn-Museum wurde durch Dr. Bartłomiej Bydoń vertreten.
Im Anschluss an die Vernissage fand eine Begegnungsveranstaltung statt, bei der die Geschichte Emanuel Korompays im Zusammenhang mit seinem Tod in Charkiw vorgestellt wurde. Darüber hinaus wurde ein Vortrag über das Mausoleum des Kampfes und Martyriums in der Aleja Szucha 25 in Warschau gehalten.


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