Eröffnung der Ausstellung „Zeugnisse des Verbrechens. Dokumente aus den Massengräbern von Mednoje, Charkiw und Katyn“

Am 10. April 2025 fanden im Katyn-Museum in Warschau Gedenkveranstaltungen anlässlich des 85. Jahrestages des Massakers von Katyn statt. An der Veranstaltung nahm der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz teil, der die Ausstellung „Zeugnisse des Verbrechens – Dokumente aus den Massengräbern von Mednoje, Charkiw und Katyn“ eröffnete.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Institutionen, darunter die Bildungsministerin Barbara Nowacka. Die Besucher wurden von der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Joanna Kurczab, in Begleitung des Direktors des Polnischen Armeemuseums, Prof. Bogusław Pacek, sowie des Leiters des Katyn-Museums, Sebastian Karwat, durch die Ausstellung geführt.
Der stellvertretende Ministerpräsident Władysław Kosiniak-Kamysz, Bildungsministerin Barbara Nowacka und Infrastrukturminister Dariusz Klimczak entzündeten gemeinsam mit Jugendlichen aus uniformierten Schulklassen Gedenklichter am Katyn-Epitaph. Diese symbolische Geste war Ausdruck tiefen Respekts und ehrenden Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn. Das gemeinsame Gedenken von Vertretern staatlicher Institutionen und der jungen Generation hatte eine besonders bewegende Bedeutung und verdeutlichte, dass die Erinnerung an Katyn eine gemeinsame Verantwortung aller Generationen ist.
Die Feierlichkeiten eröffneten eine Reihe von Veranstaltungen zum 85. Jahrestag des Massakers von Katyn. Durch Beschluss des polnischen Parlaments (Sejm) wurde das Jahr 2025 zum „Jahr der polnischen Helden des Massakers von Katyn“ erklärt.
Die ab heute für Besucher zugängliche Ausstellung präsentiert unschätzbare Erinnerungsstücke, die während der in den 1990er Jahren durchgeführten Exhumierungen bei den Opfern des Massakers von Katyn gefunden wurden. Diese Archivdokumente, von denen die meisten erstmals öffentlich gezeigt werden, wurden im Jahr 2024 in das nationale Register des UNESCO-Programms „Memory of the World“ („Weltdokumentenerbe“) aufgenommen und zählen damit zu den wertvollsten Dokumentenbeständen in polnischen Sammlungen.
Foto: Krzysztof Niedziela, Verteidigungsministerium (MON)





