Eröffnung der Sonderausstellung „Zeugnisse des Verbrechens – Dokumente aus den Massengräbern von Mednoje, Charkiw und Katyn“ im Zentralmuseum der Kriegsgefangenen in Łambinowice

Am Vorabend des 86. Jahrestages des sowjetischen Überfalls auf Polen wurde im Zentralmuseum der Kriegsgefangenen in Łambinowice-Opole feierlich die Sonderausstellung „Zeugnisse des Verbrechens – Dokumente aus den Massengräbern von Mednoje, Charkiw und Katyn“ eröffnet.
Die Vernissage begann mit einer Begrüßungsansprache der stellvertretenden Museumsdirektorin, Dr. Renata Kobylarz-Buła, die den Ehrengast der Veranstaltung, Maria Matlachowska, auf die Bühne bat. Die Vertreterin der Vereinigung „Katyn-Familie“ in Opole berichtete in einem sehr persönlichen Beitrag unter anderem von ihren Reisen in die ehemaligen Sowjetrepubliken in den 1990er Jahren, als an den Begräbnisstätten polnischer Offiziere Exhumierungsarbeiten durchgeführt wurden, sowie von ihren Besuchen in den 2000er Jahren anlässlich der Eröffnung weiterer polnischer Kriegsfriedhöfe.
Die Ausstellung wurde von ihrer Kuratorin, Dr. Joanna Kurczab, vorgestellt. In ihrem faktenreichen Vortrag erläuterte sie unter anderem die Herausforderungen bei der Sicherung der geborgenen Objekte – insbesondere der Dokumente – sowie die Identifizierung der Opfer anhand dieser Funde. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen standen jedoch die Schicksale jener Menschen, die trotz der Tragödie von Gefangenschaft und Krieg auf die Rückkehr zu ihren Familien und auf ein Leben in einem freien Polen hofften.
Die Ausstellung kann bis Ende April 2026 besichtigt werden.





