Feierliche Gedenkveranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn

Am 12. April 2026 fanden auf dem Appellplatz des Katyn-Museums die zentralen Gedenkfeierlichkeiten zum 86. Jahrestag des Massakers von Katyn statt – eines der tragischsten und schmerzlichsten Ereignisse in der Geschichte Polens.
Die Veranstaltung begann mit einer Feldmesse, die dem Gedenken an die Opfer des Massakers von Katyn gewidmet war.
Die Gäste wurden vom Direktor des Polnischen Armeemuseums, Prof. Dr. habil. Bogusław Pacek, im Namen der Mitveranstalter begrüßt: des Leiters des Amtes für Kombattanten und Opfer politischer Repressionen, Minister Lech Parell, sowie des Museumsleiters, Sebastian Karwat.
Die Feierlichkeiten wurden mit dem Abspielen der Nationalhymne der Republik Polen eröffnet. Anschließend folgten die offiziellen Ansprachen.
Ein Schreiben des Ministerpräsidenten Donald Tusk an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung wurde von Staatssekretär Grzegorz Karpiński verlesen. Der Ministerpräsident betonte die Bedeutung der Bewahrung der Wahrheit über das Massaker von Katyn, erwies den Familien der Opfer seine Anerkennung und verwies auf die Notwendigkeit, entschieden auf die Zerstörung von Gedenkstätten und auf Versuche der Geschichtsfälschung zu reagieren. Zugleich hob er hervor, dass es die Aufgabe der heutigen Generation sei, einen starken und geeinten Staat aufzubauen, der auf Verantwortung, Zusammenarbeit und dem Bewusstsein für gemeinsame Werte beruht.
Ein Schreiben des Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Verteidigungsministers Władysław Kosiniak-Kamysz wurde von Staatssekretär Paweł Zalewski verlesen. Der Verteidigungsminister erinnerte an die Opfer des Massakers von Katyn und betonte, dass es unsere Pflicht sei, die Erinnerung, den Respekt und die Wahrheit über jene zu bewahren, die ihr Leben für das Vaterland geopfert haben.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Rede von Izabella Sariusz-Skąpska, der Vorsitzenden der Föderation der Katyn-Familien. Sie unterstrich den unschätzbaren Wert der Erinnerung an die Opfer des Massakers von Katyn und appellierte an deren Schutz. Dabei machte sie auf besorgniserregende Versuche aufmerksam, die Erinnerung an die Verbrechen zu kommerzialisieren. Ihre Worte erinnerten eindringlich daran, dass historisches Gedenken gemeinsame Verantwortung und Fürsorge erfordert.
Der vollständige Wortlaut der Rede ist hier verfügbar.
Zu den Gästen gehörten Vertreter staatlicher Institutionen, wissenschaftlicher und Forschungseinrichtungen sowie zahlreicher Kultureinrichtungen, darunter Museumsdirektorinnen und Museumsdirektoren aus ganz Polen. Ebenso waren Vertreter von Nichtregierungsorganisationen anwesend, die sich der Pflege des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn widmen. Besonders erfreulich war die starke Beteiligung junger Menschen – Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte –, deren Anwesenheit von großer Bedeutung für die Weitergabe der Erinnerung und die Stärkung des historischen Bewusstseins kommender Generationen ist.
Ein besonders bewegender Moment der Feierlichkeiten war der Appell der Erinnerung (Apel Pamięci) mit anschließendem Ehrensalut als Zeichen des Gedenkens an die Ermordeten.
Musikalisch wurde die Veranstaltung durch die Aufführung des Liedes „Modlitwa obozowa“ („Lagergebet“) bereichert, dargeboten vom Repräsentationsorchester der Polnischen Streitkräfte und dem Chor des Repräsentativen Künstlerensembles der Polnischen Streitkräfte.
Den Abschluss der Feierlichkeiten bildeten die Kranzniederlegung am Katyn-Epitaph sowie die Eröffnung der Ausstellung des Gemäldes „Figura totemiczna Nr. 107“ aus dem Jahr 1961 von Jan Lebenstein. Das Werk stellt eine künstlerische Interpretation eines der tragischsten Ereignisse der polnischen Geschichte dar – des Massakers von Katyn.
Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Anwesenheit und ihr gemeinsames Gedenken am Tag des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn.





