Fortbildung für Lehrkräfte „Das Verbrechen von Katyn“

Am 27. Mai 2023 fand im Katyn-Museum die Fortbildung „Das Verbrechen von Katyn“ für Lehrkräfte geisteswissenschaftlicher Fächer der Klassen VII–VIII der Grundschulen sowie der weiterführenden Schulen statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Büro für Nationale Bildung des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) organisiert.
Die Teilnehmenden wurden vom Museumsleiter Sławomir Frątczak, begrüßt, der die historischen Hintergründe des Verbrechens von 1940 erläuterte. Im Rahmen des Programms hielt Dr. Bartłomiej Bydoń, Leiter der Wissenschafts- und Bildungsabteilung des Museums, den Vortrag „Problematik des Verbrechens von Katyń“, in dem der Ablauf des Verbrechens und seine Folgen dargestellt wurden. Darüber hinaus referierte Dr. Dominika Siemińska vom Such- und Identifizierungsbüro des IPN über archäologische Methoden zur Lokalisierung von Bestattungsstätten. Als Beispiel dienten die vom Büro durchgeführten Arbeiten zur Suche nach den Opfern des Verbrechens von Katyn.
Ergänzt wurde der Vortrag von Dr. Bydoń durch einen Rundgang durch das Museum. Die Sammlungen, darunter Gegenstände, die während der Exhumierungen in den 1990er Jahren aus den Massengräbern geborgen wurden, hinterließen bei den Teilnehmenden einen tiefen Eindruck. Die Lehrkräfte hatten außerdem die Möglichkeit, den Spielfilm „20 40 20“ anzusehen, der Teil der gleichnamigen Multimedia-Ausstellung des IPN ist.
Im Workshopteil der Fortbildung machten sich die Teilnehmenden mit den vom IPN vorbereiteten Bildungsmaterialien vertraut und nahmen am Workshop „Die Ermittlungen im Fall Katyn“ teil, der von Karol Kasprzak und Michał Rybak vom Büro für Nationale Bildung des IPN geleitet wurde. Den Abschluss der Fortbildung bildeten die Ausarbeitung eines Unterrichtsszenarios zum Verbrechen von Katyn sowie eine Diskussion über Methoden zur Vermittlung schwieriger historischer Themen an Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlicher Sensibilität.





