Gedenklauf „Schlüssel der Hoffnung“ – Mitarbeiter des Museums unter den Finalisten

Im Jahr des 85. Jahrestages des Katyn-Verbrechens veranstalteten die Föderation der Katyn-Familien und der Warschauer Marathon erneut mit Unterstützung der Stadtverwaltung der Hauptstadt Warschau den virtuellen Gedenklauf „Schlüssel der Hoffnung“. Die Initiative dient dem Gedenken an die Opfer dieses tragischen Kapitels der polnischen Geschichte.
Das Anliegen der Organisatoren ist es, das Leben der Opfer vor dem Vergessen zu bewahren, ihre Namen in Erinnerung zu rufen und zu zeigen, dass ihr Alltag von ähnlichen Werten und Interessen geprägt war wie unser heutiges Leben. Als sie ihre Häuser verließen, steckten sie ihre Schlüssel ein – in der Hoffnung, zurückzukehren. Selbst als sie in den Krieg zogen, nahmen sie einen Schlüssel mit. Er war ein Symbol der Hoffnung auf die Rückkehr zu ihren Angehörigen. Jeder, der die Namen derjenigen in Erinnerung ruft, die niemals nach Hause zurückkehrten, öffnet symbolisch für sie mit dem wiedergefundenen Schlüssel die Tür zu ihrem Zuhause.
Der Gedenklauf soll an die Symbolik der Schlüssel erinnern – an jene Artefakte aus den Todesgruben von Katyn, Charkiw, Mednoje und Bykiwnja, die während der Exhumierungsarbeiten bei den Opfern des Katyn-Verbrechens gefunden wurden und heute teilweise in der Ausstellung des Katyn-Museums gezeigt werden.
Der Wettbewerb wurde über die Laufdistanzen von 5 oder 10 Kilometern ausgetragen. Weniger aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten alternativ an einem 1940 Meter langen Gedenkspaziergang teilnehmen.
Die 10-Kilometer-Distanz absolvierte bei den Frauen als Erste Dr. Joanna Kurczab, bei den Männern Kacper Ciesielski – beide Mitarbeiter des Katyn-Museums. Als Sieger des 5-Kilometer-Laufs ist in der Ergebnistabelle Kostek Ciesielski aufgeführt. Diese Distanz bewältigte auch Kacper Ciesielski – ein Urenkel eines Opfers des Katyn-Verbrechens, diesmal gemeinsam mit seinem Sohn im Laufkinderwagen.
Das TEAM Katyn-Museum wurde außerdem vertreten durch: Bartłomiej Bydoń, Daniel Cichorski, Grzegorz Jakubczyk, Sebastian Karwat, Nela Kogut, Małgorzata Pol, Piotr Skotnicki und Karolina Wesołowska.





