Kranzniederlegung am Katyń-Epitaph durch den Justizvollzugsdienst

Anlässlich des 85. Jahrestages des Massakers von Katyn wurde im Katyn-Epitaph auf dem Gelände des Katyn-Museums in Warschau der Angehörigen des Strafvollzugswesens der Zweiten Polnischen Republik gedacht – einer der am stärksten in Vergessenheit geratenen Opfergruppen des sowjetischen Völkermords. Die von dem Justizvollzugsdienst organisierte Zeremonie unter Teilnahme der stellvertretenden Justizministerin Maria Ejchart hatte sowohl einen feierlichen als auch einen tief symbolischen Charakter. Nach der offiziellen Meldung und einer historischen Einführung wurde an das tragische Schicksal der Gefängnisbediensteten des polnischen Staates (1918–1939) erinnert – Opfer der vom NKWD im Frühjahr 1940 in Katyn, Charkiw, Mednoje, Bykiwnja sowie an weiteren, bis heute unbekannten Hinrichtungsstätten begangenen Verbrechen.
Im Namen des Justizministeriums sowie der Leitung des Justizvollzugsdienstes wurden Kränze an den Gedenktafeln niedergelegt. Angehörige der Warschauer Justizvollzugseinrichtungen entzündeten Kerzen, während der Klang des Signals „Schlaf, Kamerad“ die eindringliche Stille des Gedenkortes unterstrich. Anschließend bewegte sich die Delegation die symbolische „Allee der Abwesenden“ entlang, an deren erstem Postament die Inschrift „Justizvollzugsbeamter“ zu lesen ist. Das Entzünden einer Kerze an diesem Ort beschloss die Zeremonie – eine Geste des Gedenkens an jene Beamten, die den höchsten Preis für ihre Treue zum polnischen Staat zahlten.





