Mitarbeiter des Museums nehmen an einem wissenschaftlichen Seminar im Józef-Piłsudski-Museum in Sulejówek teil
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Polnischen Unabhängigkeitstag veranstaltete das Józef-Piłsudski-Museum in Sulejówek am 9. November 2025 – unter dem diesjährigen Motto „Die Unabhängigkeit sind wir! Treffen wir uns bei den Piłsudskis zum Nationalen Unabhängigkeitstag 2025“ – ein wissenschaftliches Seminar sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema „Soldaten der Polnischen Legionen und des Polnisch-Sowjetischen Krieges als Opfer des Massakers von Katyn“.
Im Kreis von Expertinnen und Experten diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Massaker von Katyn im Kontext des gesellschaftlichen Bewusstseins und der Erinnerung an die einzelnen Opfer im Laufe der vergangenen Jahrzehnte. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Opfer als Gesamtheit, sondern auch die Schicksale einzelner Menschen. Die Erinnerung an jene Soldaten, die zuvor für die Wiedererlangung der Unabhängigkeit und die Sicherung der Grenzen des jungen polnischen Staates gekämpft hatten, stellt zugleich eine besondere Ehrung am Vorabend des 107. Jahrestages der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens dar. Im Rahmen des Seminars diskutierten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen – darunter Museen, Bibliotheken und Forschungsinstitute – über den Wert historischer Quellen, über Erinnerungsstücke der Opfer der Verbrechen von Katyn, Charkiw, Twer und anderer Hinrichtungsorte im Frühjahr 1940, über den Erwerb solcher Objekte für institutionelle Sammlungen sowie über Formen des Gedenkens an Soldaten, deren aufopferungsvoller Dienst für Polen nicht selten mehr als ein Vierteljahrhundert währte.
Das Katyn-Museum wurde durch Dr. Joanna Kurczab und Grzegorz Jakubczyk vertreten. Im Seminarteil der Veranstaltung präsentierten sie die Ergebnisse prosopographischer Forschungen und stellten die interessantesten und wertvollsten Sammlungen des Museums vor, die mit den Soldaten der Polnischen Legionen verbunden sind. Ihr Vortrag trug den Titel: „Soldaten der Polnischen Legionen – Opfer des Massakers von Katyn. Bewahrte Erinnerung in den Museumssammlungen“.





