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Sammlungen des Katyn Museums

 

Das Katyn Museum ist die weltweit erste museale, martyrologisch-forschungsorientierte Einrichtung, die das Verbrechen von Katyn dokumentiert – die Ermordung von fast 22.000 Kriegsgefangenen und Internierten, die in den Jahren 1939–1940 in sowjetischen Lagern und Gefängnissen festgehalten wurden. Es stellt zugleich – vermutlich als einzige Ausstellung dieser Art weltweit – ein militärhistorisches Zeugnis des Verbrechens dar und erinnert an das Martyrium polnischer Kriegsgefangener und Internierter: Offiziere der Polnischen Armee, Angehörige uniformierter Dienste sowie Veteranen der Kämpfe um die Unabhängigkeit und die Grenzen Polens in den Jahren 1914–1921. Als öffentliche Einrichtung dient das Museum der gesamten Gesellschaft und bezeugt, dass die Erinnerung an das Verbrechen fortbesteht, die Vergangenheit reflektiert und das Bewusstsein zukünftiger Generationen prägt. Die Erinnerung an das Verbrechen an polnischen Offizieren und Polizisten, die durch die Sowjetunion ermordet wurden, erfüllt den Willen der weltweit vereinten „Katyn-Familien“. Diese Familien bewahrten in ihren Häusern Erinnerungsstücke – Reliquien ihrer ermordeten Angehörigen – und sahen in deren Präsentation eine notwendige Ergänzung der Dokumentation des Verbrechens in der Zeit der Volksrepublik Polen. Über Jahrzehnte hinweg wurden diese Erinnerungen trotz Repressionen im „Untergrund“, vor allem in Kirchen, bewahrt und gezeigt.
Das Museum ist statutgemäß verpflichtet, bewegliche Museumsobjekte zu sammeln – Zeugnisse der Vergangenheit, die in der Geschichtswissenschaft als materielle historische Quellen gelten. Durch ihre wissenschaftliche Bearbeitung und Analyse bereitet das Museum diese Objekte für die Forschung durch Historikerinnen und Historiker auf. Darüber hinaus fungiert es als Archiv, das schriftliche historische Quellen sammelt und erschließt.

Sammlungen des Katyn Museums umfassen:

 

 

Sammlungen in externen Datenrepositorien

logotyp bazy Archiwa społeczne

Archiv der sozialen Archive
Im Katyn Museum befinden sich zwei große Bestände nichtstaatlicher Archivdokumentation, die von gesellschaftlichen Organisationen stammen und 2023 übergeben wurden: 1) der Nachlass von Bożena und Jerzy Łojek (zuvor als Depositum seit 2012; Inventar mit 523 Akteneinheiten, ohne nicht inventarisierte Fotografien und Alben),
das Archiv der Polnischen Katyn-Stiftung sowie des Unabhängigen Historischen Komitees zur Erforschung des Katyn-Verbrechens (445 Aktenordner und Boxen); 2) Weitere Organisationen, darunter die Warschauer Katyn-Familien, planen ebenfalls die Übergabe ihrer Bestände. Diese Archive bilden einen registrierten nichtstaatlichen Archivbestand gemäß dem polnischen Archivgesetz von 1983 und enthalten schriftliche, fotografische und audiovisuelle Materialien. Ausgewählte Fotografien sind über das Portal archiwaspołeczne.plzugänglich.

logotyp bazy Zapisy Terroru

Register des Terrors
Das Katyn Museum dokumentiert als Gedenkinstitution die Identität der Opfer, ihre Gefangennahme, Haftbedingungen sowie die Schicksale ihrer Angehörigen. Seit den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren werden Zeugnisse von Familien gesammelt. Der Bestand umfasst heute rund 5.600 Berichte. Ausgewählte Dokumente sind mit englischer Übersetzung in der Datenbank „Register des Terrors“des Pilecki-Instituts verfügbar.

 

Bewahre Erinnerungen an die Opfer des Katyn-Verbrechens

Gablotka z pamiątkami

Durch die Übergabe von Erinnerungsstücken leisten Sie mehr als eine finanzielle Unterstützung – Sie helfen, das Andenken an die Opfer zu bewahren und eine einzigartige Sammlung mitzugestalten.
Werden Sie Spenderin oder Spender des Katyn Museums und schenken Sie unschätzbare Zeugnisse der Vergangenheit.
Die Weiterentwicklung der Sammlung ermöglicht es uns, Bildungsangebote zu erweitern und Objekte in der Dauerausstellung sowie in Sonderausstellungen zu präsentieren. Alle übergebenen Objekte werden konservatorisch behandelt und digitalisiert.
Gemeinsam bewahren wir sie vor dem Vergessen.
Die Restaurierung ist ein unsichtbarer, aber zentraler Teil der Museumsarbeit. Dokumente, Fotografien und Erinnerungsstücke benötigen fachgerechten Schutz vor dem Verfall der Zeit. Alle Objekte werden daher von spezialisierten Restauratorinnen und Restauratoren betreut.
Helfen Sie uns, die Geschichte der Opfer des Katyn-Verbrechens zu bewahren.