Sonderausstellung „Zeugnisse des Verbrechens – Dokumente aus den Massengräbern von Mednoje, Charkiw und Katyn“ in Breslau

Am 10. April dieses Jahres wurde vor der Garnisonskirche am Breslauer Marktplatz die vom Katyn-Museum im vergangenen Jahr konzipierte Sonderausstellung „Zeugnisse des Verbrechens – Dokumente aus den Massengräbern von Mednoje, Charkiw und Katyn“ eröffnet. Veranstalter der Freiluftausstellung sind die Niederschlesische Katyn-Familienvereinigung (Dolnośląska Rodzina Katyńska) und das Geschichtszentrum Centrum Historii Zajezdnia.
Die Ausstellung präsentiert unschätzbar wertvolle Erinnerungsstücke, die während der in den 1990er Jahren durchgeführten Exhumierungen bei den Opfern des Katyn-Massakers gefunden wurden. Diese Archivalien, von denen die meisten erstmals öffentlich gezeigt werden, wurden im Jahr 2024 in das nationale Register des UNESCO-Programms „Memory of the World“ („Gedächtnis der Menschheit“) aufgenommen und zählen damit zu den bedeutendsten Dokumentenbeständen in polnischen Sammlungen.
Die Ausstellung befindet sich auf dem Platz vor der Garnisonskirche – der Basilica minor der Heiligen Elisabeth in Breslau. Dort wurden am 5. März dieses Jahres drei Schädel von Opfern des Katyn-Verbrechens erneut beigesetzt, nachdem sie im Rahmen anthropologischer Untersuchungen, die 2015 von der Ermittlungsabteilung des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) durchgeführt worden waren, wissenschaftlich untersucht worden waren.
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