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„Stecken Sie den Erinnerungsknopf an“
zum 86. Jahrestag des Massakers von Katyn

Banner der Aktion Stecken Sie den Erinnerungsknopf an

Anlässlich des bevorstehenden 86. Jahrestages des Massakers von Katyn startet eine weitere Ausgabe der landesweiten gesellschaftlich-educativen Kampagne „Ich erinnere mich. Katyn 1940“. Symbol der Aktion ist ein Ansteckknopf – eine Nachbildung eines Uniformknopfes, die auf das Gedicht „Knöpfe“ (Guziki) von Zbigniew Herbert verweist. Er steht als Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn und als Ausdruck des Widerspruchs gegen die Verfälschung eines der tragischsten Kapitel der polnischen Geschichte. Veranstalter der Kampagne sind das Katyn-Museum, das Nationale Kulturzentrum (Narodowe Centrum Kultury – NCK), das Pilecki-Institut sowie das Institut des Nationalen Gedenkens (IPN).

Der Katyn-Knopf – Kampagne und gesellschaftliche Aktion

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rewers kartonika - Stefan Baczewski
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Die abgebildeten Porträts sind mit den Biogrammen der Opfer in der Datenbank
Biografien der Opfer des Massakers von Katyn verknüpft.

Der Katyn-Knopf ist Bestandteil der gesellschaftlich-educativen Kampagne „Ich erinnere mich. Katyn 1940“, die im April 2007 vom Nationalen Kulturzentrum ins Leben gerufen wurde. Die Initiative entstand im Vorfeld der Premiere des Films „Katyn“ von Andrzej Wajda.
„Der Katyn-Knopf in Form einer Anstecknadel ist eine Nachbildung eines Artefakts, das in den Massengräbern gefunden wurde – ein stummer Zeuge des Verbrechens, der heute Generationen miteinander verbindet“, sagt Michał Kosiorek, stellvertretender Direktor des Nationalen Kulturzentrums. „Wir laden alle dazu ein, die Ansteckknöpfe an den ausgewiesenen Ausgabestellen im ganzen Land sowie im Ausland abzuholen. Wir ermutigen Reenactment-Gruppen und lokale Gedenkeinrichtungen, sich an der Aktion zu beteiligen und die symbolischen Knöpfe zu verteilen. Jeder Mensch, der den Katyn-Knopf trägt, wird zum Botschafter des Gedenkens an die Opfer des Massakers von Katyn“, betont der stellvertretende Direktor des NCK. Angesichts des eingeschränkten Zugangs zu den Gedenkstätten gewinnt die Pflege des symbolischen Erinnerungsraums und die Bewahrung des Gedenkens durch symbolische Gesten besondere Bedeutung. Seit mehreren Jahren ist der Zugang zu den Kriegsgräberstätten in Katyn, Charkiw, Mednoje, Kiew-Bykiwnja und Kuropaty erschwert. Wir können unseren Helden an den Orten ihrer Bestattung nicht die ihnen gebührende Ehre erweisen. Diese Rolle übernimmt heute in symbolischer Weise das Katyn-Museum – ein Ort, an dem die Erinnerung an die Opfer des sowjetischen Massenmordes vor 86 Jahren lebendig bleibt“, unterstreicht Sebastian Karwat, Leiter des Katyn-Museums.

 

Aktion „Stecken Sie den Erinnerungsknopf an“

Die symbolischen Ansteckknöpfe werden von Karten mit den Porträts von zwanzig ausgewählten Opfern des Massakers von Katyn begleitet, deren Lebensgeschichten im Rahmen der Informationskampagne – unter anderem in den sozialen Medien – vorgestellt werden. Jeder einzelne Knopf steht für das Schicksal eines Menschen, dessen Leben gewaltsam beendet und dessen Geschichte über viele Jahre hinweg verfälscht wurde. Mit der Verteilung der Knopf-Nachbildungen erinnern wir daran, dass hinter jedem Opfer eine persönliche Tragödie steht – die des Ermordeten und seiner Angehörigen.
Vom 11. bis 13. April kann im Rahmen der Aktion „Stecken Sie den Erinnerungsknopf an“ eine Anstecknadel unter anderem im Katyn-Museum in Warschau, in der Kordegarda – Galerie des Nationalen Kulturzentrums an der Krakowskie Przedmieście, in den Niederlassungen und Außenstellen des Instituts des Nationalen Gedenkens im ganzen Land sowie im Pilecki-Institut in Warschau und dessen Standorten – dem Haus des Gedenkens an die Opfer der Augustów-Razzia in Augustów sowie in Berlin und New York – abgeholt werden.
Die Knöpfe werden außerdem an Personen und Organisationen versandt, die in Polen und im Ausland lokale Gedenkinitiativen durchführen. Institutionen und Vereine, die Ansteckknöpfe erhalten möchten, können sich bis zum 27. März unter folgender E-Mail-Adresse melden: lp.eiksnytakmuezum@tairaterkes.

Bildungspaket

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist ein gemeinsam von den Partnern erarbeitetes Bildungspaket für Schulen. Es umfasst unter anderem die Mini-Serie „Staffellauf“ (Sztafeta) über einen jungen Menschen, der nach den Spuren seines in Katyn ermordeten Urgroßvaters sucht, den audiovisuellen Beitrag „Ich habe es mit eigenen Augen gesehen“, der den Bericht von Józef Mackiewicz mit Fotografien aus den Sammlungen des Katyn-Museums verbindet, sowie die virtuelle Ausstellung „Nicht-Erinnerung“ (Niepamięci) – eine künstlerische Erzählung über das Schicksal der in sowjetischen Lagern inhaftierten Polen.
Die Kampagne „Ich erinnere mich. Katyn 1940“ ist Ausdruck der Sorge um das historische Gedächtnis und der Verantwortung für die Wahrheit. Angesichts heutiger Versuche, historische Tatsachen in Frage zu stellen oder zu verfälschen, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung eines bewussten bürgerschaftlichen Gemeinwesens – in Polen ebenso wie über seine Grenzen hinaus.


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