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Teilnahme von Dr. Bartłomiej Bydoń an der Podiumsdiskussion „Steine der Erinnerung: Denkmäler, Friedhöfe, Museen“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion – von rechts: Dr. Bartłomiej Bydoń, Dr. Beata Nessel-Łukasik, Aleksandra Czerobska, Dr. Łukasz Faszcza, Dr. Wiesława Młynarczyk und der Moderator Wojciech Markert

Am 20. März 2024 fand in der Galerie DeBeKa, Krakowskie Przedmieście 11 in Warschau, die vom Pilecki-Institut organisierte Podiumsdiskussion „Steine der Erinnerung: Denkmäler, Friedhöfe, Museen“ statt.
Neben Dr. Bartłomiej Bydoń, dem Leiter der Wissenschaftlichen Sektion des Katyn-Museums, nahmen Aleksandra Czerobska, Beauftragte des Direktors des Pilecki-Instituts für das Gedenken an die Augustów-Razzia, Dr. Łukasz Faszcza, Historiker am Gedenkhaus der Augustów-Razzia, Dr. Wiesława Młynarczyk, Polonistin und Pädagogin für Holocaust und die Geschichte der polnischen Juden nach dem Zweiten Weltkrieg am Warschauer Ghetto-Museum, sowie Dr. Beata Nessel-Łukasik, Museologin und Forscherin zur sozialen Erinnerung an der Maria-Grzegorzewska-Universität, teil. Moderiert wurde die Diskussion von Wojciech Markert aus der Abteilung für Gedenken und Bildung des Pilecki-Instituts.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Bedeutung materieller Formen des Gedenkens an die Vergangenheit – Denkmäler, Friedhöfe, Museen und Gedenkstätten – sowie deren Rolle bei der Gestaltung des kollektiven Gedächtnisses. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erörterten, wie Gesellschaften die Erinnerung an tragische und schmerzhafte Ereignisse bewahren, aber auch, auf welche Weise diese Erinnerung verblassen, verdrängt, verfälscht oder bewusst ausgelöscht werden kann.
Ein zentrales Thema der Diskussion war die Frage, wie heute über die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs gesprochen werden sollte und wie das Wissen darüber an nachfolgende Generationen weitergegeben werden kann. Erörtert wurden auch die Bedeutung von Denkmälern und Gedenktafeln sowie deren Einfluss auf die Gestaltung des gesellschaftlichen Erinnerns.
Die Teilnahme eines Vertreters des Katyn-Museums – der einzigen im Podium vertretenen Institution, deren Tätigkeit auf das Gedenken an die Opfer sowjetischer Verbrechen ausgerichtet ist – bot Gelegenheit, die Erfahrungen des Museums bei der Dokumentation und dem Gedenken an das Katyn-Verbrechen vorzustellen. Zugleich bot sie Anlass zur Reflexion über die Rolle von Museen und Gedenkstätten – als eine Art Infrastruktur der Erinnerungspolitik – bei der Bewahrung des Wissens über die Opfer von Verbrechen und seiner Weitergabe an künftige Generationen.


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