Teilnahme von Mitarbeitern des Katyn-Museums an der Konferenz „Katyń – zbrodnia nierozliczona“ in Sadowne

Am 23. Oktober 2025 fand in der Pfarrkirche in Sadowne die historische Konferenz „Katyń – zbrodnia nierozliczona“ (auf Deutsch: Katyn – ein ungesühntes Verbrechen) statt. Die Veranstaltung bot Gelegenheit zum gemeinsamen Gebet, zur Reflexion und zur Würdigung der Opfer einer der größten Tragödien in der polnischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Die Konferenz begann mit einer Heiligen Messe zum Gedenken an die von der NKWD ermordeten Polen. Die Eucharistiefeier wurde von Domherrn Dr. Zenon Czumaj, dem Direktor des Diözesanarchivs in Drohiczyn, geleitet und von Domherrn Antoni Kunicki, dem Pfarrer von Sadowne, konzelebriert.
Nach dem Gottesdienst konnten die Teilnehmer historische Vorträge zu verschiedenen Aspekten des Massakers von Katyn hören. Unter den Referenten befanden sich auch Mitarbeiter des Katyn-Museums. Kacper Ciesielski, Leiter der Abteilung für Inventarisierung und fotografische Dokumentation, hielt den Vortrag „Die Geschichte des Massakers von Katyn“. Er stellte die Hintergründe des im Frühjahr 1940 von den sowjetischen Behörden verübten Mordes an polnischen Kriegsgefangenen und politischen Gefangenen im sogenannten Westbelarus und in der Ukraine dar.
Dr. Bartłomiej Bydoń, Leiter der Wissenschaftlichen Sektion, sprach über die Katyn-Lüge und erläuterte die Mechanismen der sowjetischen Desinformation sowie die jahrzehntelange Verfälschung der Wahrheit über die Verantwortlichen dieses Verbrechens. Im Rahmen der Konferenz wurde außerdem ein Vortrag über die Schicksale der Bewohner der Region Ostrów sowie der vom NKWD ermordeten Militärseelsorger der Polnischen Armee gehalten.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein künstlerisches Programm, das von Schülerinnen und Schülern der Grundschule in Sadowne vorbereitet wurde. Die Teilnehmer konnten zudem eine Ausstellung über die in den 1990er Jahren auf dem Friedhof in Miednoje durchgeführten Exhumierungen besichtigen. Die Ausstellung wurde von Marek Kowalik, dem Enkel des Polizeibeamten Stanisław Kowalik, vorbereitet, der von der NKWD in Twer ermordet wurde.
Foto: Pfr. Piotr Pędzich





