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Über das Museum

Das Katyn-Museum ist eine Kulturinstitution mit martyrologischem Charakter sowie eine Forschungseinrichtung zur Dokumentation des Verbrechens von Katyn. Es widmet sich der Erforschung eines Verbrechens, bei dem rund 22.000 Kriegsgefangene und politische Häftlinge ermordet wurden, die von Herbst 1939 bis Frühjahr 1940 in sowjetischen Speziallagern und Gefängnissen festgehalten wurden. Die Morde wurden im April und Mai 1940 verübt.
Als öffentliche Institution dient das Museum der gesamten Gesellschaft und bezeugt, dass die Erinnerung an dieses Verbrechen fortbesteht. Es vermittelt Wissen über die Vergangenheit und trägt zur Bewusstseinsbildung künftiger Generationen bei.
Die Erinnerung an dieses Verbrechen an polnischen Staatsbürgern erfüllt den Willen der sogenannten Katyn-Familien. Diese Familien bewahrten in ihren Häusern persönliche Andenken an ihre ermordeten Angehörigen und sahen die Notwendigkeit, diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über Jahrzehnte hinweg geschah dies trotz zahlreicher Repressionen im privaten Raum. Erst nach dem politischen Umbruch von 1989 konnten sie offen über ihre Tragödie sprechen. Dank ihres Engagements wurde 1993 das Katyn-Museum in Warschau gegründet.
Das Museum sammelt Erinnerungsstücke im Zusammenhang mit dem Katyn-Verbrechen, seinen Opfern sowie Forschern, die sich mit diesem Thema befassen. Die wertvollsten Objekte stammen aus Massengräbern in Katyn, Charkiw, Mednoje und Bykownia sowie aus den Nachlässen der Angehörigen der Opfer. Das Museum verfügt über eine umfangreiche Fotosammlung und ein soziales Archiv mit Erinnerungen der Familien. Die Exponate werden sowohl in der Dauerausstellung als auch in Sonderausstellungen gezeigt.

 

Dauerausstellung

Die Ausstellung befindet sich in den Innenräumen der einzigen erhaltenen Kaponniere der Warschauer Zitadelle und erstreckt sich über zwei Ebenen.
Die obere Ebene mit dem Titel „Entdeckung“ führt die Besucher in das Thema des Katyn-Verbrechens ein und stellt die Chronologie der Ereignisse dar. Die einzelnen Räume zeigen das Schicksal der Polen in sowjetischer Gefangenschaft, die Entdeckung des Verbrechens in Katyn sowie die Prozesse der Wahrheitsfindung und der historischen Fälschung.
Die untere Ebene mit dem Titel „Zeugnis“ führt die Besucher vom historischen Narrativ in das eigentliche Herz des Museums. In den Vitrinen werden die wichtigsten erhaltenen persönlichen Gegenstände der Opfer präsentiert – Tausende von Grabartefakten aus Katyn, Charkiw, Mednoje und Bykownia. Diese Objekte sind zugleich wichtige Beweise für das sowjetische Verbrechen mit genozidalem Charakter an den Bürgern der Zweiten Polnischen Republik.

 

Architektur

Das Katyn-Museum ist in den südlichen Teil der Warschauer Zitadelle eingebettet. Die Befestigungsanlagen verstärken die Abgeschiedenheit dieses Ortes vom städtischen Gefüge. Das Museum wurde in Zusammenarbeit mit Künstlern, Historikern, Landschaftsarchitekten und Szenografen entwickelt. Dadurch entstand eine räumliche Erzählung über die Ereignisse von Katyn, die jeder Besucher individuell erlebt.
Die Grenze zwischen Zitadelle, Landschaft und neuen architektonischen Elementen ist bewusst aufgelöst. Das Projekt greift in die bestehende Festungsstruktur ein, nutzt vorhandene Formen und führt die Besucher auf einzigartige Weise durch den Raum. Der verwendete Beton ist farblich an den historischen Ziegel angepasst und trägt Abdrücke persönlicher Gegenstände der Opfer – Adler, Knopf, Ordenszeichen, Erkennungsmarke.
Das Projekt wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter: Finalist des EU-Preises für zeitgenössische Architektur – Mies-van-der-Rohe-Preis; SARP-Preis 2015; Grand Prix Brick Award 2017; Modernisierung des Jahres 2015; Sonderpreis des Polnischen Zementarchitektur-Wettbewerbs; Preis des Stadtpräsidenten Warschau; Nominierung für den Architekturpreis der POLITYKA 2017.
Projektteam: Jan Belina-Brzozowski, Konrad Grabowiecki, Jerzy Kalina, Krzysztof Lang.
Mitarbeit: Joanna Orłowska, Marek Sobol, Emilia Sobańska, Łukasz Węcławski, Agnieszka Grzywacz, Ewelina Wysokińska, Jacek Kretkiewicz, Tomasz Pluciński, Marek Rąbek, Marcin Szulc, Barbara Trojanowska, Jolanta Fabiszewska.

Partner



Federacja Rodzin Katyńskich



Ogólnopolskie Stowarzyszenie Rodzina Policyjna 1939 roku



Warszawskie Stowarzyszenie Rodzina Policyjna 1939 roku



Stowarzyszenie Rodzina Policyjna 1939 Łódź



Stowarzyszenie Memoriał Polska



Stowarzyszenie Parafiada



Ministerstwo Obrony Narodowej



Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego



Urząd do Spraw Kombatantów i Osób Represjonowanych



Narodowe Centrum Kultury



Centrum Mieroszewskiego



Instytut Pamięci Narodowej



Instytut Pileckiego



Muzeum Historii Polski



Muzeum Więzienia Pawiak



Muzeum X Pawilonu Cytadeli Warszawskiej



Centralne Muzeum Jeńców Wojennych w Łambinowicach-Opolu



Muzeum Stutthof w Sztutowie



Muzeum II Wojny Światowej



Muzeum Martyrologii Pod Zegarem



Muzeum Tradycji Niepodległościowych w Łodzi



Muzeum Marynarki Wojennej



Muzeum Sił Powietrznych



Muzeum Historyczne Skierniewic



Muzeum Dom Rodziny Pileckich



Muzeum Józefa Piłsudskiego w Sulejówku



Muzeum Pamięci Sybiru



Dom Historii Europejskiej



Polsko-Amerykańska Fundacja Upamiętnienia Obozów Jenieckich w Szubinie



Fundacja Golgota Wschodu



Stowarzyszenie Pamięć Kapelanów Katyńskich



Instytut Archeologii Uniwersytetu Łódzkiego



Centrum Badań nad Ekonomiką Miejsc Pamięci SWPS



Centralna Biblioteka Wojskowa



Służba Więzienna



Centrum Szkolenia Służby Więziennej



Nasi Bliscy – Federacja Rodzin Katyńskich



Katyń – Pamiętam



Katyń Pro Memoria



IPN – Zbrodnia Katyńska



Pamiętam. Katyń 1940



Cmentarze Katyńskie