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Verleihung der Urkunden zur Aufnahme in die Polnische Nationale Liste des UNESCO-Programms „Memory of the World“

Sebastian Karwat, Leiter des Katyn-Museums, mit der Urkunde über die Aufnahme der Grabfunde aus den Massengräbern in die Polnische Nationale Liste des UNESCO-Programms Memory of the World

Am 26. Juni 2024 fand im Belvedere-Palast die feierliche Verleihung der Urkunden zur Aufnahme in die Polnische Nationale Liste des UNESCO-Programms „Memory of the World“ statt. Die Schirmherrschaft über die vierte Ausgabe des Verzeichnisses übernahm der Präsident der Republik Polen, Andrzej Duda.
Das Grußwort des Präsidenten an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Organisatoren der Veranstaltung wurde von seinem Berater Tadeusz Deszkiewicz verlesen. In seiner Botschaft gratulierte der Präsident den ausgezeichneten Institutionen und hob die Verdienste von Archivarinnen und Archivaren sowie Museumsfachleuten hervor, deren Arbeit wesentlich zur Bewahrung des nationalen Gedächtnisses beiträgt – einer Grundlage für die Zukunft..

 

Die polnische Geschichte ist von schwierigen, oft tragischen Erfahrungen geprägt. Immer wieder unterbrachen sie die Kontinuität unserer Staatlichkeit, zerstörten das Werk ganzer Generationen und zwangen uns zum Neuanfang. Umso wichtiger ist es, alle erhalten gebliebenen Schätze unseres nationalen Kulturerbes, die von unserem unbeugsamen Willen zum Fortbestehen zeugen, sorgfältig zu schützen. Einen bedeutenden Beitrag dazu leistet die Polnische Nationale Liste des UNESCO-Programms „Memory of the World“.
(Präsident der Republik Polen Andrzej Duda)

 

Die Urkunde über die Aufnahme der Sammlung von Dokumenten aus den Massengräbern von Katyn, Charkiw und Mednoje in die Polnische Nationale Liste des UNESCO-Programms „Memory of the World“ nahm der Museumsleiter, Sebastian Karwat, entgegen.
Das Polnische Komitee des UNESCO-Programms „Memory of the World“ besteht seit 1996. Ihm gehören Vertreter der bedeutendsten Bibliotheken, Archive und Hochschulen des Landes an, die sich in besonderem Maße für den Schutz des kulturellen Erbes engagieren. Den Vorsitz des Komitees führt der Generaldirektor der Staatlichen Archive. Im Rahmen des Programms setzt sich das Komitee für die Bewahrung, Erschließung und öffentliche Zugänglichkeit des polnischen dokumentarischen Kulturerbes ein.
Gemäß der Leitidee des Programms gehört das dokumentarische Welterbe der gesamten Menschheit. Es soll so geschützt werden, dass auch künftige Generationen darauf zugreifen können, und zugleich möglichst uneingeschränkt zugänglich sein. Ziel des Programms ist es, auf die Herausforderungen beim Schutz des dokumentarischen Welterbes aufmerksam zu machen, den freien Zugang zu diesen Beständen zu fördern und das öffentliche Bewusstsein für ihren Wert und ihre Bedeutung zu stärken.
Die fünfzehn neu aufgenommenen Objekte werden in der Ausstellung „Polens Erinnerung. Die Polnische Nationale Liste des UNESCO-Programms ‚Memory of the World‘ – 4. Ausgabe“ präsentiert, die vor der Kordegarda – Galerie des Nationalen Kulturzentrums gezeigt wird. Die Ausstellung in Warschau ist bis zum 30. Juni zu sehen und wird anschließend in weiteren Städten präsentiert, aus denen die in die Liste aufgenommenen Objekte stammen.

 


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