Vortrag von Dr Tomasz Szczepański „Das Massaker von Katyn 1940 – Wahrheit und Erinnerung“
im Museum in Gostyń

Am Freitag, den 28. März 2025, fand im Konferenzsaal des Museums in Gostyń der Vortrag von Dr Tomasz Szczepański mit dem Titel „Das Massaker von Katyn 1940 – Wahrheit und Erinnerung“ statt.
Der Mitarbeiter des Katyn-Museums betonte, dass Katyn auch 85 Jahre nach dem Verbrechen ein Symbol für den ungesühnten Mord an polnischen Staatsbürgern bleibt, der von den Behörden der Sowjetunion begangen wurde. Das Verbrechen war die Folge eines Beschlusses des Politbüros des Zentralkomitees der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki) vom 5. März 1940. Dieser sah die Erschießung der in den sowjetischen Speziallagern Starobilsk, Koselsk und Ostaschkow festgehaltenen Offiziere und Angehörigen der Grenzschutzformationen der Zweiten Polnischen Republik sowie polnischer Staatsbürger vor, die in Gefängnissen in den damals als Westbelarus und Westukraine bezeichneten Gebieten inhaftiert waren. Infolge dieses Beschlusses wurden rund 22.000 polnische Staatsbürger ermordet. Heute besteht in Polen kaum noch ein Zweifel daran, wer für dieses Verbrechen verantwortlich war und welches Ziel damit verfolgt wurde. Weniger selbstverständlich ist dieses Wissen jedoch in vielen westlichen Gesellschaften sowie unter einem Teil der Bevölkerung der Russischen Föderation.





