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Wertvolle Sammlungen für die Bestände des Katyn-Museums übergeben

Dokumentensammlung zu Leutnant der Reserve Józef Lutyński

Am 2. Juni wurde die Sammlung des Katyn-Museums um zwei außerordentlich wertvolle Schenkungen erweitert – Zeugnisse individueller Lebensgeschichten von Opfern des Massakers von Katyn und zugleich Belege dafür, wie lebendig und bedeutend die in Familien weitergegebene Erinnerung bis heute ist.

Die erste Schenkung umfasst Erinnerungsstücke im Zusammenhang mit Leutnant der Reserve Józef Lutyński. Zu den übergebenen Materialien gehört unter anderem eine umfangreiche Korrespondenz mit seiner Verlobten und späteren Ehefrau Maria, die bis ins Jahr 1933 zurückreicht. Die Sammlung umfasst fünf Postkarten sowie ein bewegendes Telegramm aus dem Kriegsgefangenenlager Starobilsk, darunter zwei Nachrichten aus dem April 1940. Die Dokumente wurden von seiner Nichte Barbara Müller übergeben, die gemeinsam mit ihrer Tochter das Museum besuchte und die Ausstellung über das Massaker von Katyn besichtigen konnte.

Dokumentensammlung zu Hauptmann und Arzt Wiktor Urbański

Die zweite außerordentlich wertvolle Schenkung ist eine Sammlung von Dokumenten, die mit Hauptmann und Arzt Wiktor Urbański verbunden sind. Die Unterlagen stammen aus der Zeit seines Studiums an der Universität Breslau sowie seiner praktischen Ausbildung und umfassen außerdem Fotografien aus dem Ersten Weltkrieg. Übergeben wurden sie von Dr. Łukasz Jastrząb, Inhaber der Firma Stalowy Jeż GmbH. Die Dokumente konnten bei der Auflösung der Wohnung von Zofia (verstorben 2022), der Nichte des Opfers, gesichert werden. Die Räumung erfolgte im Auftrag einer Wohnungsgenossenschaft. Wie der Schenker in seinem Begleitschreiben betonte, ist „das Museum der natürliche Ort für ihre weitere Aufbewahrung und wissenschaftliche Bearbeitung“.

Jede solche Geste bedeutet weit mehr als die Übergabe von Dokumenten und Fotografien an eine Museumssammlung. Sie trägt dazu bei, einen Erinnerungsraum für konkrete Menschen, ihre Lebenswege, Beziehungen und die Spuren ihres Daseins zu schaffen, die über Jahrzehnte hinweg erhalten geblieben sind. Wie Ministerpräsident Donald Tusk am 7. April 2010 während der Gedenkfeier auf dem Polnischen Soldatenfriedhof in Katyn sagte: „Für uns ist jeder Name, jede Information und jedes Zeugnis von Bedeutung.“ Im Katyn-Museum bewahren wir auch die dankbare Erinnerung an jene Menschen, die trotz schwieriger Zeiten und offizieller Verbote die Wahrheit über dieses Verbrechen über viele Jahre hinweg bewahrt haben.
Dank solcher Schenkungen und dieser unschätzbar wertvollen Erinnerungsstücke kann das Museum seine Aufgabe weiterhin erfüllen: die Erinnerung zu bewahren und lebendig zu halten – eine Erinnerung, die trotz des unaufhaltsamen Laufs der Zeit und des Generationenwechsels fortbesteht.

Das Katyn-Museum spricht Frau Barbara Müller und Herrn Dr. Łukasz Jastrząb seinen tief empfundenen Dank für die Übergabe dieser unschätzbaren Erinnerungsstücke aus, die mit dem Schicksal der Opfer des Massakers von Katyn verbunden sind. Jede solche Schenkung ist Ausdruck der Sorge um die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und Zeugnis der Verantwortung für das kulturelle Erbe, das an kommende Generationen weitergegeben wird.
Unser Dank gilt auch allen Schenkerinnen und Schenkern, die dem Katyn-Museum ihr Vertrauen schenken und ihm Familienarchive, Dokumente und Fotografien anvertrauen. Dank Ihres Engagements bleibt die Erinnerung an die Opfer lebendig und auch für zukünftige Generationen zugänglich.


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